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Jedes Pferd ist einzigartig!
Isabel Atzinger
  • Isabel Atzinger

So lagerst du dein Pferdefutter richtig

Die Lagerhaltung steht untrennbar in Verbindung mit der Qualität des Pferdefutters. Stimmen Klima und Feuchtigkeit nicht, kann das Futter Schaden nehmen. Aber auch Ungeziefer wie Käfer, Milben, Mäuse etc. können das Pferdefutter ungenießbar machen und führen dazu, dass Futtermittel auf dem Müll entsorgt werden müssen.

So lagerst du dein Pferdefutter richtig

 

Klima und Feuchtigkeit in der Lagerhaltung

Pferdefutter sollte stets kühl und dunkel gelagert werden. Temperaturen über 20°C sollten genauso wie große Temperaturschwankungen vermieden werden. Insbesondere dann, wenn Öl im Futter enthalten ist. Denn Öl beginnt unter Zufuhr von Luftsauerstoff zu oxidieren d.h. es wird ranzig. Je höher die Temperatur desto schneller verlaufen die Oxidationsvorgänge und das Futter wird ungenießbar. Ganz klar, ranziges Futter gehört nicht ins Pferd und sollte entsprechend entsorgt werden. Ein weiterer wichtiger Faktor der Lagerhaltung ist die Luftfeuchtigkeit. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit können die Körner etc. Feuchtigkeit aufsaugen, wodurch die Schimmelbildung begünstigt wird. Es wird klar, die Qualität und Haltbarkeit des Futtermittels steht in untrennbaren Zusammenhang mit der Lagerung. Das Futter im Sommer bei Aufbewahrung im Stall stets unter 20°C zu halten, wird vermutlich nicht bei jedem möglich sein. In diesem Fall empfiehlt es sich, das Futter zu Hause einzulagern und immer nur wenige Portionen mit in den Stall zu nehmen.

Sicher vor Ungeziefer

Die meisten Pferdeställe sind nicht nur bewohnt von Pferden, sondern auch von Mäusen. Um den Bestand der Mäuse nicht weiter zu fördern, aber auch um das Futter vor Verschmutzung zu schützen, sollte Pferdefutter stets Mäusesicher gelagert werden. Denn allein durch den Kot der Mäuse kann eine Vielzahl an Krankheiten übertragen werden. Was ist Mäusesicher? Bewährt haben sich Behälter aus Plastik, Holz, oder Metall. Die Behälter müssen unbedingt dicht sein, denn Mäuse schlüpfen bereits durch kleinste Spalten und Ritzen. Für den einzelnen Pferdehalter bieten sich deshalb Regentonnen mit Deckel, Mülltonnen oder auch Aufbewahrungsboxen aus dem Einrichtungshaus an. Idealerweise verwendet man neue Boxen um sichergehen zu können, das von der vorigen Nutzung keine Rückstände im Behälter sind. Vor jeder Neubefüllung ist es ratsam den jeweiligen Behälter gründlich zu reinigen, zu desinfizieren und gut zu trocknen. Bleibt Feuchtigkeit zurück, droht Schimmelgefahr! Für den Vorrat eines ganzen Stalles empfiehlt es sich einen kompletten Raum mäusesicher zu gestalten. Zur Vorbeugung kann man Mäusefallen aufstellen. Bei der Auswahl der Fallen sollte jedoch darauf geachtet werden, dass unter keinen Umständen Giftstoffe oder tote Mäuse ins Futter gelangen können. Als Alternative zu chemischen Fallen gibt es auch Lebendfallen. Wer dennoch zur Chemiewaffe tendiert, sollte sich professionellen Rat holen, bevor die Fallen aufgestellt werden.

Wer den Mäusebestand lieber natürlich in Schach halten möchte und zudem an einem Schmusepartner interessiert ist, der hält sich eine Stallkatze oder einen kleinen Hund. Allein ihre Anwesenheit kann auf Mäuse wirken, wenn Katze und Hund dann auch noch auf Jagd gehen umso besser.

Aber nicht nur Mäuse sind im Stall zu Hause. Auch Motten und andere Insekten können sich im Futter einnisten. Bei Befall ist das Futter jedenfalls zu entsorgen und sollte nicht mehr verfüttert werden. Wie kann man vorbeugen? Je sauberer die Lagerhaltung umso besser!

(Quelle: Wikipedia, „Mischfutterherstellung“, 2010, Kersten, Rohde, Nef, S. 183-184)