Tipps für richtiges Abweiden im Herbst

·Lena Böck
Tipps für richtiges Abweiden im Herbst

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Die Temperaturen werden kühler, die Tage kürzer und somit steht für viele Pferde die Umstellung von Weidehaltung mit Gras als Hauptnahrungsmittel auf reine Heufütterung an.

Während das Anweiden im Frühjahr von vielen Pferdebesitzern sehr gewissenhaft und vorsichtig vorgenommen wird, wird dem Abweiden im Herbst meist kaum Beachtung geschenkt. Dabei ist ein schonendes Abweiden genauso wichtig, wie das richtige Anweiden. Denn der Verdauungstrakt des Pferdes ist ein „Gewohnheitstier“. Jede Umstellung kann das empfindliche Gleichgewicht durcheinanderbringen und zu Verdauungsstörungen führen.

Bei uns in Tirol – und sicher auch in anderen Regionen – ist es sehr üblich, dass die Pferde den Sommer auf den Almen verbringen. Im Herbst kommen sie zurück in den heimischen Stall und gehen meist noch einige Wochen auf die niederen Wiesen, bevor die Weiden über den Winter geschlossen werden. Auch die Umstellung vom mageren, kräuterreichen Almgras auf die meist eher fetten und reichhaltigen Wiesen zuhause kann zu Problemen führen. Empfindliche Pferde reagieren auf abrupte Umstellungen häufig mit Koliken, Durchfall und/oder Kotwasser.

Sanfte Umstellung von der Alm aufs heimische Weidegras

Wenn dein Pferd gerade von der Alm kommt, achte auf die Weidebeschaffenheit im heimischen Stall. Vielleicht gibt es eine etwas magerere Weide – dann sprich‘ mit deinem Stallbesitzer und lass‘ dein Pferd besser dort grasen. Auch ein schrittweises Zufüttern von magerem Heu kann helfen, den Pferdedarm nicht zu stark zu belasten. Sollte dein Pferd Probleme bei der Umstellung haben, kannst du unterstützend Kräutermischungen einsetzen. Wir haben je nach Bedarf verschiende Kräutermischungen im Sortiment. Du findest sie in unserem Online-Shop.

Kundenbewertung von Michaela O.

⭐⭐⭐⭐⭐

Ich möchte die Kräutermischungen von Carevallo weiter empfehlen. Mein Pferd hatte schon immer im Herbst und Frühling mit Magenproblemen zu kämpfen. Ich hab so gut wie alles durchprobiert, nichts hat geklappt, erst die Kräutermischung von Carevallo hat geholfen. Heuer war für meine Stute die Umstellung von der Alm auf die Weide schwierig, sie hatte Kotwasser und Durchfall, mit den Kräutern hat sich alles innerhalb von wenigen Tagen gebessert und in einer Woche war wieder alles normal. Einfach ein super Produkt.

So stellst du dein Pferd auf reine Heufütterung um

Wenn dann die Umstellung von Weidegras auf reine Heufütterung ansteht, achte darauf, die Umstellung schrittweise vorzunehmen. Beginne zunächst damit, morgens und abends Heu zuzufüttern und verkürze die Weidezeit schrittweise analog dem Anweiden. Also am besten im Stundentakt die Weidezeit verkürzen und stattdessen immer mehr Heu zufüttern. Behalte dabei dein Pferd und die Mist-Konsistenz gut im Auge. Sollten Beschwerden auftreten, verlangsame die Umstellung und unterstütze dein Pferd mit Kräutern und bspw. einem verdauungsanregenden Mash. Auch Bewegung hilft, um überschüssige Gase loszuwerden und die Verdauung in Schwung zu halten.

Solltest du Fragen haben, melde dich gern bei uns. Um die Umstellung zu erleichtern, haben wir einige Kräutermischungen im Sortiment. Wir beraten dich gern, welche für dein Pferd die Richtige ist.

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Fruktan und Hufrehe-Risiko im Herbst

Tipp: Statt die Weidezeit abends zu verkürzen, rate ich dir im Herbst eher dazu, die Pferde in der Früh immer später auf die Weide zu lassen. Im Herbst, wenn die Temperatur nachts bereits unter 8°C sinkt und die Tage sehr sonnig sind, steigt der Fruktangehalt im Gras stark an und das Risiko für Hufrehe steigt, vor allem bei vorbelasteten Pferden. Je später die Pferde rauskommen, desto länger hat die Sonne bereits den Boden erwärmt und das Gras kann seine Energie zum Wachsen nutzen, statt sie in der Pflanze in Form von Fruktanen einzuspeichern. Zudem können die Pferde vorher ausgiebig Heu fressen und kommen nicht ganz „ausgehungert“ auf die Weide.

Häufige Fragen zum Abweiden im Herbst

Warum ist schonendes Abweiden im Herbst genauso wichtig wie das Anweiden im Frühjahr?

Der Verdauungstrakt des Pferdes ist ein Gewohnheitstier – jede Umstellung kann das empfindliche Gleichgewicht durcheinanderbringen und zu Verdauungsstörungen führen. Während viele Pferdebesitzer beim Anweiden im Frühjahr sehr gewissenhaft und vorsichtig vorgehen, wird dem Abweiden im Herbst meist kaum Beachtung geschenkt, obwohl es genauso wichtig ist.

Wie sollte ich die Weidezeit beim Abweiden reduzieren?

Am besten schrittweise: Zunächst morgens und abends Heu zufüttern und die Weidezeit im Stundentakt verkürzen, während gleichzeitig immer mehr Heu zugefüttert wird. Dabei sollten Pferd und Mist-Konsistenz gut beobachtet werden – treten Beschwerden auf, wird die Umstellung verlangsamt.

Worauf muss ich achten, wenn mein Pferd vom Almsommer zurück auf die Heimweide kommt?

Die Umstellung vom mageren, kräuterreichen Almgras auf die meist fetteren, reichhaltigeren Wiesen zuhause kann ebenfalls zu Problemen führen. Empfindliche Pferde reagieren auf abrupte Umstellungen häufig mit Koliken, Durchfall und/oder Kotwasser. Es hilft, nach einer eher mageren Weide zu suchen oder schrittweise mageres Heu zuzufüttern.

Warum steigt im Herbst das Hufrehe-Risiko auf der Weide?

Wenn die Temperatur nachts bereits unter 8 °C sinkt und die Tage sehr sonnig sind, steigt der Fruktangehalt im Gras stark an. Das erhöht das Risiko für Hufrehe, vor allem bei vorbelasteten Pferden.

Wie kann ich das Fruktan-Risiko beim herbstlichen Weidegang senken?

Je später die Pferde morgens auf die Weide kommen, desto länger konnte die Sonne den Boden bereits erwärmen – das Gras nutzt seine Energie dann eher zum Wachsen, statt sie als Fruktane einzuspeichern. Zudem sollten die Pferde vorher ausgiebig Heu fressen, damit sie nicht „ausgehungert“ auf die Weide kommen.

Wie kann ich mein Pferd bei der Umstellung unterstützen?

Unterstützend können Kräutermischungen sowie ausreichend Bewegung helfen, um überschüssige Gase loszuwerden und die Verdauung in Schwung zu halten. Bei Verdauungsproblemen kann zudem ein verdauungsanregender Mash unterstützen.