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Isabel Atzinger
  • Isabel Atzinger

Unterstützung im Fellwechsel mit Pferdefutter

Im Stall nimmt man den Fellwechsel wahr, wenn einem die Haare um die Ohren fliegen und man Berge an Winter- oder Sommerfell zu Füßen liegen hat. Aber eigentlich, beginnt der Fellwechsel schon viel früher. Nämlich dann, wenn die Tage kürzer oder wieder länger werden. Das wäre im Winter ab 21. Dezember. Da die meisten Pferdebesitzer aber erst dann an den Fellwechsel denken, wenn die Haare wild fliegen, wird die ernährungsphysiologische Komponente häufig übersehen. Ich erkläre dir worauf du beim Pferdefutter im Fellwechsel achten musst.

Unterstützung im Fellwechsel mit Pferdefutter

Gerade im Fellwechsel würden Pferde viele Vitalstoffe, die in frischem Weidegras enthalten sind benötigen. Da unsere Pferde aber im Winter in der Regel nur mit Heu versorgt werden, gilt es diesen Nährstoffbedarf anderweitig zu decken. Hatte der Stoffwechsel schon vorher ein Nährstoff-Defizit, nagt der Fellwechsel ganz schön an unseren Vierbeinern. Das gilt natürlich nicht nur für den Wechsel von Winterfell auf Sommerfell. Aus diesem Grund kommt es gerade bei geschwächten Pferden häufig zu Problemen im Fellwechsel, sei es altersbedingt, aufgrund einer Stoffwechselerkrankung, einer Vorbelastung der Haut oder eben aufgrund eines Mangels an Mineralstoffen und ein dadurch geschwächtes Immunsystem. Die Folgen können Gewichtsverlust, unschönes stumpfes Fell, Hautprobleme oder auch Kreislaufprobleme sein. 

Die Haut – lebenswichtiges Organ im Einfluss der Pferdefütterung

Die Wichtigkeit der Haut wird leider oft unterschätzt. Dabei spiegelt kaum ein anderes Organ so offensichtlich Fütterungs- und Haltungsfehler wider, wie die Haut beziehungsweise das Fell. Die Haut ist das größte Organ des Pferdes. Durch die unterschiedlichen Größen unserer Ponies und Pferde variiert die Fläche der Haut zwischen fünf und zehn Quadratmetern. Die Haut ist Schutzorgan, Regulationsorgan, Atmungsorgan, Sinnesorgan und Produktionsstätte von Haaren und Hufen. In Bezug auf den Fellwechsel gesehen übernimmt sie wichtige Stoffwechselvorgänge.

 

Wer ist Carevallo? 

Wir sind Futterexperten und gehen individuell auf die Bedürfnisse deines Pferdes ein. Mit unserem mehrseitigem Ernährungsplan für dein Pferd holst du dir nicht nur wertvolle Informationen zur optimalen Fütterung deines Pferdes sondern auch 5kg deines individuellen Pferdefutters geschenkt! 

 

Deshalb ist es wichtig, dass die Pferde bereits gestärkt, soll heißen optimal versorgt in den Fellwechsel gehen. Eine Unterversorgung an Nährstoffen belastet genauso, wie eine Überversorgung, wodurch der Stoffwechsel grundsätzlich schon geschwächt sein kann. Aus diesem Grund sollte der Bedarf an Nährstoffen besonders während des Fellwechsels über die tägliche Nahrung gedeckt werden. In der Regel ist dies aber durch reine Heufütterung leider nicht zu erreichen. Es gilt also ein passendes Krippenfutter auszuwählen, dass den Bedarf decken kann. Hier gilt besser früh als spät – soll heißen, das Pferd dann mit Nährstoffen zu versorgen, wenn die Haare schon wild ausfallen und das Sommerkleid schon da ist, ist zu spät. Man sollte bereits vor Beginn des Fellwechsels vorsorgen und dem Pferd die nötigen Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine und Aminosäuren zukommen lassen. Am besten, dein Pferd bekommt ganzjährig eine bedarfsgerechte Menge an Vitalstoffen. 

Aber Achtung nur das Zufüttern eines Pferdefutter Zusatzproduktes für den Fellwechsel ist nicht ausreichend. Es muss dabei stets der gesamte Organismus berücksichtigt und die Zusatzgabe an Vitalstoffen darauf abgestimmt werden. Denn schließlich braucht es einen funktionierenden Gesamtorganismus der es der Haut ermöglicht, all ihre Funktionen zu übernehmen.

So fütterst du dein Pferd für den Fellwechsel fit

Um den Fellwechsel gut bewältigen zu können, ohne Leistungseinbußen, Gewichtsverlust, Kreislaufprobleme benötigt dein Pferd eine bedarfsgerechte hochwertige Mineralstoffgabe (welche Mengenelemente, Spurenelemente, Vitamine und Provitamine enthält). Dabei gilt, mehr ist nicht unbedingt besser. Die Mineralstoffgabe sollte deshalb während dem Fellwechsel nicht einfach beliebig erhöht werden. Denn Spurenelemente wie bspw. Selen können bei Überdosierung zu schweren Folgen für die Gesundheit führen. Bitte beachte daher stets die Fütterungsempfehlungen des Herstellers.

Der Körper braucht mehr Nährstoffe

Zink ist besonders wichtig für die Funkton der Epithelregeneration von Haut und Schleimhäuten, aber auch für die einwandfreie Funktion des Nervengewebes. Zink wird für die Keratinbildung benötigt und ist essentiell für die Zellerneuerung. Durch die Versorgung mit Heu und anderem Raufutter wird der Zinkbedarf eines Pferdes in der Regel nicht gedeckt. Aus diesem Grund sollte Zink zugefüttert werden - aber bitte als organisch gebundener Mineralstoff und vor allem in Kombination mit anderen Mineralstoffen, damit es zu keinen Kontraindikationen kommt. 

Selen und Vitamin E schützen die Zellmembranen vor schädlichen Peroxiden und sind essenziell für das Immunsystem. Deshalb sind sie auch wichtig für den Fellwechsel. Denn nur, wer ein starkes Immunsystem besitzt kommt auch gut durch den Fellwechsel, der ja doch den Organismus fordert. Auch wenn die Selengehalte in den Böden stark variieren können ist in den meisten Fällen zu wenig Selen im Raufutter enthalten, sodass es zugefüttert werden sollte. 

Ebenso wie Zink hat Vitamin A eine bedeutende Rolle für die Epithelschichten der Haut. Vitamin A kann direkt als solches zugeführt werden, oder als ß-Carotin. Zweitere Form wird im Dünndarm durch spezifische Enzyme in Vitamin A umgewandelt. ß-Carotin ist in allen grünen Pflanzen enthalten, das Angebot ist im Winter allerdings spärlich. In Karotten (Möhren) wäre allerdings ß-Carotin enthalten. 

Biotin ist für den Fellwechsel von Bedeutung, weil es für die Ausreifung der Zellen, die für die Keratinbildung zuständig sind benötigt wird. Wird Biotin zugefüttert, sollten auch die übrigen Nährstoffe ausreichend supplementiert werden um eine gewünschte Wirkung zu erhalten. Es reicht also nicht, zu Hafer und Heu nur Biotin zu zu füttern um den Fellwechsel zu verbessern. Neben der Auswirkungen auf Fell & Haut ist Biotin insbesondere für seine positive Wirkung auf weiches Hufhorn bekannt.  

Mangan schützt den Organismus vor oxidativem Stress und ist damit unterstützend für das Immunsystem. Neben Mangan solltest du auch Kupfer berücksichtigen. Kupfer wird für die Keratinsynthese und Pigmentbildung benötigt. Es ist aber auch wichtig für die Bindegewebsbildung. Um den Kupferbedarf zu decken solltest du deinem Pferd Zusatzfutter geben. Achte darauf, dass Zink und Kupfer in passender Dosierung enthalten sind. Zu hohe Kupfer-Supplementationen können nämlich die Aufnahme von Zink behindern. 

Während dem Fellwechsel besteht ein erhöhter Bedarf an Aminosäuren. Diesen Bedarf kannst du entweder gezielt durch zugesetzte Aminosäuren im Zusatzfutter oder durch die Gabe von Bierhefe oder Leinsamen decken. Neben dem hohen Gehalt an Aminosäuren in der Bierhefe enthält sie wichtige verdauungsfördernde B-Vitamine. Achte beim Kauf darauf, reine Bierhefe zu besorgen.

 

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Ölfütterung unterstützt den Fellwechsel

Das Pferd braucht ausreichend ungesättigte Fettsäuren um gut durch den Fellwechsel zu kommen. Bei Fütterung mit Heu fehlen dem Pferd jedoch Omegea-3-Fettsäuren. Daher empfehle ich dir, darauf zu achten, dass dein Futter ausreichend dieser Omega-3-Fettsäuren enthält. Das können Leinsamen sein, als Zusatz kannst du aber auch hochwertiges Leinöl verwenden. Auch Schwarzkümmelöl, Fischöl und Hanföl kannst du verwenden, allerdings enthält Leinöl das für das Pferd beste Omega-3 zu Omege-6 Verhältnis weshalb ich Leinöl empfehle. Achte beim Kauf darauf, dass du hochwertiges Öl wählst. Nach dem Öffnen rasch verbrauchen, weil es bei Luftzufuhr schnell ranzig wird. Bei einem Mangel an ungesättigten Fettsäuren verlieren Haut und Hufe an Elastizität und Geschmeidigkeit. 

Kräuter im Fellwechsel

Auch Kräuter können im Fellwechsel unterstützend eingesetzt werden. Zur Unterstützung des Stoffwechsels, Anregung der Verdauung  oder Stärkung des Immunsystesms. eine Auswahl an Kräutern die besonders geeignet sind wären Bockshornklee, Brennessel, Klebkraut, Löwenzahn, Quecke und Stiefmütterchen. Allerdings empfehle ich die einzelnen Kräuter wirklich auf die Bedürfnisse des Pferdes abzustimmen. Du solltest immer überlegen, was sollen die Kräuter bewirken und demnach die entsprechenden Kräuter wählen. Ein Pferd mit Herzproblemen würde ich im Fellwechsel bspw. anders mit Kräutern unterstützen, als ein Pferd das an Sommerekzem leidet. Wenn du Hilfe bei der Auswahl der richtigen Kräuter benötigst, kannst du dich gerne an mich wenden. 

Wenn man aus Erfahrung weiß, dass sein Pferd im Fellwechsel immer Probleme hat, sei es Hustenanfälligkeit, schwaches Immunsystem, schlechter Stoffwechsel, Kolikanfälligkeit etc. sollte man frühzeitig darauf eingehen und den Organismus gezielt unterstützen. Leider gibt es hier kein allgemein gültiges Rezept, dass ich dir geben könnte. Das hängt dann wirklich von den individuellen Bedürfnissen deines Pferdes ab. Daher erstelle ich für jedes Pferd eine individuelle Futtermischung. Dadurch kann ich dein Pferd durch das Pferdefutter auch optimal im Fellwechsel unterstützen. Gerne helfe ich auch dir, dein Pferd optimal zu versorgen.